Neujahrsnacht in der ILS Donau-Iller

Veröffentlicht am 03.01.2017
(Bild: Allgäuer Zeitung)
(Bild: Wilhelm Schmid)

Brandeinsätze

In der vergangenen Neujahrsnacht hatten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst wieder alle Hände voll zu tun. Gegen 23:30 Uhr erreichte uns über Notruf 112 die Meldung über einen Wohnhausbrand in Illertissen. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich diese Meldung, aus den Fenstern einer Wohnung im 1. Stock schlugen bereits die Flammen und es konnte zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, das sich noch eine Person im Gebäude befand. Glücklicherweise stellte sich dies als falsch heraus, der Bewohner war verreist. Durch die Feuerwehr konnte der Brand relativ rasch unter Kontrolle gebracht werden, so dass dieser Einsatz gegen 2 Uhr beendet werden konnte. Im Einsatz waren neben der Feuerwehr Illertissen auch der Rettungsdienst mit zwei RTW, dem Notarzt und einem Einsatzleiter. 

 

Zu einem weiteren größeren Brand wurden gegen 2 Uhr die Feuerwehren aus Neu-Ulm und Reutti, sowie mehrere RTW, Notarzt und Einsatzleiter Rettungsdienst alarmiert. In Reutti (Stadt Neu-Ulm) stand eine Wohnung in Flammen. Bei diesem Einsatz mussten mehrere Personen mit einer Rauchgasvergiftung behandelt und anschließend in ein Krankenhaus gefahren werden. Die Feuerwehr brachte den Brand rasch unter Kontrolle und konnte nach anschließender Brandwacht diesen Einsatz gegen 4 Uhr beenden. 

 

Im gesamten Leitstellengebiet kam es noch zu einigen Kleinbränden. Den ersten Einsatz im neuen Jahr hatte die Feuerwehr Oberrohr. Die Kameraden mussten zu einem Heckenbrand ausrücken. Auch in Memmingen musste eine brennende Hecke abgelöscht werden. In Senden, Autenried und Mindelheim, sowie in Loppenhausen brannten jeweils Müllcontainer. 

 

Auch der Rettungsdienst hatte einiges zu tun. Mehrere Personen, darunter auch Jugendliche, wurden durch Böller leicht verletzt oder mussten aufgrund zu viel Alkohols in einem Krankenhaus behandelt werden. 

 

Karambolage auf der A7

Über die Einsatzzentrale der Polizei erhielten wir gegen 01:00 Kenntnis über einen schweren Verkehrsunfall auf der A7 bei Woringen. Es sind wohl mehrere Fahrzeuge beteiligt und auch mehrere Personen verletzt worden. Mehr war zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. An der Einsatzstelle herrschte dichter Nebel.

 

Den ersten Einsatzkräften bot sich ein schreckliches Bild. An der unübersichtlichen Unfallstelle waren mehrere PKW und mind. drei LKW kollidiert. Eine unklare Anzahl an Menschen war schwer verletzt oder getötet worden und zum Teil noch in den PKW eingeklemmt.

 

Aufgrund dieser offensichtlichen MANV-Lage kam es nun zu einer umfangreichen Alarmierung einer Vielzahl an Einheiten von Rettungsdienst und Feuerwehr. Insgesamt wurden 13 RTW, 3 NEF, 11 KTW, das PSNV-Team, mehrere GW-San und die San-EL mit UG aus den Landkreisen Unterallgäu, Oberallgäu, Neu-Ulm und der Stadt Memmingen zum Einsatz gerufen. Die Feuerwehren aus Woringen, Bad Grönenbach und Memmingen waren ebenfalls mit vielen Helfern im Einsatz. Obwohl sich die Lage im späteren Verlauf als nicht so groß wie zunächst angenommen herausstellte, wurden insgesamt 13 Menschen verletzt, davon mussten 8 in umliegende Krankenhäuser gefahren werden. Für weitere 6 Menschen kam leider jede Hilfe zu spät, diese waren vermutlich sofort beim Unfallereignis getötet worden. Der Einsatz zog sich bis in die späten Vormittagsstunden, bevor auch die letzten Kameraden der Feuerwehr endlich nach Hause zu Ihren Familien zurückkehren konnten.

 

Im Rahmen unseres Verstärkungskonzeptes wurde von der Schichtleitung unverzüglich die dienstplanmäßige Rufbereitschaft, weitere  dienstfreie hauptamtliche Mitarbeiter, die Unterstützungsgruppe ILS und auch der Leitstellenleiter alarmiert. Somit konnten alle Einsatzleit- und Ausnahmeabfrageplätze in kürzester Zeit effektiv und schnell nachbesetzt werden. Es mussten freie Bettenkapazitäten in verschiedenen Kliniken für die Patienten organisiert werden, weitere Anrufe und Anfragen beantwortet und natürlich auch das "ganz normale"  Einsatzgeschehen im Verbandsbereich des ZRF Donau-Iller weiter abgearbeitet werden. Insgesamt gingen bei uns im Zeitraum von 20:00 Uhr - 06:00 Uhr ca. 300 Anrufe ein.

 

Das neue Jahr hat leider dramatisch begonnen. Doch konnte auch ein schwieriger Einsatz, wie auf der A7 durch eine sehr gute Zusammenarbeit aller Organisationen, einem funktionierendem Verstärkungskonzept in der Leitstelle, moderner Digitalfunktechnik und nicht zuletzt durch den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer von Feuerwehr- Rettungsdienst- und Hilfsorganisationen sehr gut bewältigt werden.

 

Wir möchten es trotzdem nicht versäumen, Ihnen allen ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2017 zu wünschen!

 

 

Team Öffentlichkeitsarbeit ILS Donau-Iller

 

 

 

 

 

 

 

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