Letzter Arbeitstag Peter Hausl

Veröffentlicht am 20.07.2017
v.l.: Birgitta Hausl-Wieschalka, Leonhard Stärk, Peter Hausl, Thomas Stadler
Lautstarke Verabschiedung mit zahlreichen Weggefährten - und drei Rettungswagen
Andreas Estermeier, Peter Hausl und Thomas Stadler vor dem historischen RTW des Nürnberger BRK-Museums. Der RTW ist Baujahr 1972 - und war ein hochmoderner Neuwagen, als Peter Hausl (ebenfalls 1972) seine ersten Schichten im Rettungsdienst fuhr.

„Der Lotse geht von Bord“ – ein Bild, das gerne gebraucht wird, wenn eine Persönlichkeit in den Ruhestand geht.

 

So wie Johann-Peter Hausl, der langjährige Abteilungsleiter Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes in der Landesgeschäftsstelle. Seit 2008 – also fast über eine Dekade – nahm er dieses Amt wahr. Zuvor war der gelernte Intensiv-Fachkrankenpfleger und Rettungsassistent seit 1972 im BRK in verschiedensten Positionen tätig

 

Vom ehrenamtlichen Rettungssanitäter im Kreisverband München in den siebziger Jahren über die Ausbildung zahlloser bayerischer Rettungssanitäter und Rettungsassistenten in den Achtzigern und Neunzigern bis hin zur Tätigkeit als Rettungsdienstreferent im BV Niederbayern-Oberpfalz und eben zuletzt als Abteilungsleiter in der BRK-Landesgeschäftsstelle – Peter Hausl hat an verschiedensten Stellen den modernen Rettungsdienst in Bayern maßgeblich beeinflusst und geprägt.

 

Trifft man einen Rettungsassistenten oder Notfallsanitäter mittleren Alters im BRK, so liegt  die gefühlte Wahrscheinlichkeit, dass Peter Hausl ihn irgendwann ausgebildet hat, bei deutlich über 80 Prozent. Im Bezirksverband Niederbayern-Oberpfalz war er lange Jahre als Referent tätig – unter anderem geht auch der erfolgreiche bayerische Katastrophenschutzkongress mit auf sein Konto.

 

2008 übernahm er mitten im Reform- und Reorganisationsprozess in der BRK-Landesgeschäftsstelle die Abteilungsleitung des Rettungsdienstes im Bayerischen Roten Kreuz. Außerordentlich komplexe und vielschichtige Themen wie Vergaben im Rettungsdienst, die Geburt des Notfallsanitäter-Berufsbildes, die Einführung von neuen Datenübertragungs- und Dokumentationskonzepten sowie die immer anspruchsvollere Finanzierung eines der größten Rettungsdienste Europas - um nur einen kleinen Ausschnitt zu nennen - waren nun sein Tagesgeschäft. Um beim eingangs genannten Bild des Lotsen zu bleiben – immer mit der Nase im Wind, fundierter Kenntnis von Ort und Materie und einem Kompass für Entscheidungen in rauer See.

 

Am heutigen 20. Juli 2017 ist es nun so weit. Nach 37 Jahren hauptamtlicher Tätigkeit im Roten Kreuz übergibt Peter Hausl die Leitung der Abteilung Rettungsdienst im BRK an seinen Nachfolger Thomas Stadler.  Der 42-jährige Betriebswirt aus Gochsheim ist ein erfahrener Rettungsdienst-Praktiker und war zuletzt lange Jahre als  BRK-Kreisgeschäftsführer in Bad Kissingen tätig. Zusammen mit Andreas Estermeier als Stellvertreter wird nun er die Abteilung Rettungsdienst im Bayerischen Roten Kreuz leiten und verantworten.

 

Es ist Zeit, die Themen zu übergeben und in neue Hände zu legen. Und dabei aber die Fäden zusammen zu halten. Noch bis zum Ende Oktober und dem letztlichen Eintritt in den Ruhestand wird Peter Hausl beratend und unterstützend für das Team der Landesgeschäftsstelle da und tätig sein. Danach warten auf ihn seine Frau Birgitta, seine Familie und der Ruhestand. Nun gut, vielleicht ab und zu noch eine ELRD-Schicht im Rottal, möglicherweise auch noch die eine oder andere verbandliche Aktivität. Oder vielleicht doch lieber noch eine ELRD-Schicht?

 

„Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann“. Dieser Satz war und ist das Motto von Peter Hausl – und damit forderte er seine Mitarbeiter und Kollegen oft genug heraus, Sachverhalte aus mehr als nur einer Perspektive zu betrachten und neu zu bewerten. Oft kam dann zum Schluss etwas völlig anders heraus, als man ursprünglich gedacht hat.

 

Aber immer ein besseres Ergebnis als vorher.

 

Danke, Peter Hausl. Danke für alles.

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Rettungsdienst
Leitung: Thomas Stadler
Tel.: 089 / 9241 - 1488

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